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Berlin, Berlin ... wir fahren nach Berlin.

Berlin.

"Die Stadt der Teufel und der Engel", titelten schon Kante, die der Millionenstadt ein ganzes Album widmeten. In Berlin wurde und wird Geschichte geschrieben, nicht zuletzt aufgrund der Ansässigkeit der politischen Tribühnen und Bühnen der Bundesrepublik. David Hasselhoff hat dort, zu unserer aller Problem, Ost- und Westdeutschland vereint, Guido Westerwelle fährt dort sien Guidomobil aus und in Berlin gibt es mehr Friseure, als in ganz Deutschland zusammen.
Berlin ist das, was für viele andere Menschen mit den einfach auszusprechenden , aber nur durch viel Geld zu erreichenden Worten Glück und Seligkeit beschrieben wird. Berlin ist der heilige Gral der Deutschen. Die Stadt, die zwei verlorene Weltkriege, Sommerlöcher führungsloser Politiker und Digitalsalamie wieder ins rechte, will lieber sagen, richtige Licht, rückt. Die Stadt, die aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs emporstieg, wie der Phönix immer wieder aus seiner Asche. Die Stadt, in der jeder namhafte Musikkünstler wenigstens kurze Zeit gelebt hat, will sagen, HABEN MUSS. Man denke nur an einflussreiche Größen, wie Evil Jared, der BloodHoundGang, der nicht unstolz beginnt "Ich ess gern Berliner".

Die Deutschen kreisen um Berlin, wie die Motte ums Licht. Jeder Deutsche hat einmal in Berlin gewesen zu sein in seinem Leben, ähnlich dem Franzosen in der Bastille oder dem Amerikaner in Guantanamo.
Berlin erfreut sich besonders bei der jugen Generation äußerster Beliebtheit. Berlin ist so anders deutsch, mit all den kulturellen Durchmischungen, dem Nachtleben, der Kunst. Berlin schläft nie, denkt sich so manch einer. Immer am Puls, immer an der Zeit.

Doch ich sage: Berlin ist auch nur eine Stadt. Das liegt wieder am Deutschen an sich. Deutsche sind sehnsüchtig und Deutsche sind besonders gut im Deutschsein, aber nicht Deutschseinwollen. Das trifft uns ins Mark. Nationalstolz ist nicht unseres und aus diesem Grunde sind wir froh über jede WM oder EM, die ins Land schneit und an der wir endlich die Nazigedanken über Bord werfen können und uns in ein schwarzrotgelb-beflaggtes Automobil setzen können, um Straßenkreuzungen hupend zu blockieren. Wenn Deutschsein auf einmal Legitimation erfährt und wir uns nicht mehr hinter der Maske der Übertoleranz verstecken müssen. Berlin wird zum Nimbus der Qual des ewig Korrekten, des ewigen Verlierers, des ewigen Rechtfertigers, dessen Wunden in Berlin alle auf einmal geleckt werden. Berlin ist unsere Muse, die uns über allen Schmerz hinwegtröstet und unsere Wünsche in vielfacher Hinsicht erfüllt. Doch muss sich dies in keiner Stadt manifestieren. Berlin ist in uns, in jedem von uns. Berlin sind du und ich.

27.6.10 23:25


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Deutschland versinkt im Regen.
Jedenfalls hier unten im Süd-Westen des Landes der verlorenen Kriege.
Meine Füße sind dadurch ganz nass und auch sonst wirke ich wie ein durchregneter Hund, der keinen Kamin zum Trocknen findet, da Kamine archaisch oder stilvoll sind und das eine hält in Deutschland zwar Einzug (man denke an Fußballstammtische), doch stilvoll dürfen wir uns nicht auf unsere verdreckten WM-Fahnen an den Autos schreiben. Nicht mal mit wasserfestem Edding.

Doch der Regen macht mir sonst nichts aus. Ganz im Gegenteil sogar. Der Regen bedingt viele schöne Dinge, die man sonst so nicht sieht. Oder eben doch sieht. Das ist das Schöne. Man nehme zum Beispiel Obdachlose. Oder Alkoholiker. Oder obdachlose Alkoholiker. Die sieht man eigentlich in jeder Stadt. Und genau wie Emos, Punker und Neonazis sind obdachlose Alkoholiker keine Gruppierung, die ein Stadtbild verschönern würde. Das wären dann eher Schwule, die sind immer so farbenfroh, wie dieser kleine Dicke, der sich durch jegliche Sendung von RTL prostituiert, dabei brünftig lacht und einfach so gar nicht ins Bild passen will. Dies natürlich nur im Fernsehen. Stellt man einen Schwulen neben ein grau-graues Bankgebäude, wird selbst die taubenverschissenste Fassade zu einem Rummelplatz.

Nun wird dieses ganze Gesockse, eben Alkoholiker und Konsorten, immer an öffentlichen Plätzen gesichtet. Daran ist jedoch die Rinnsteinnot Schuld, die es diesen Geschöpfen verwehrt, ein lauschiges Plätzchen in einer grünlichen Rinne zu finden, wo sich die kleinen, betrunkenen Wesen aufhalten können. Richtige Rinnsteine gibt es in Deutschland ja keine mehr, sondern nur diese dünnen Rinnen an den Bordsteinen. Dafür haben wir aber Autobahnen.

Da es nun keine Rinnsteine gibt, tummeln sich Obdachlose in deutschen Innenstädten, riechen nach Fusel und verlangen nach Kleingeld, um sich einen guten Doppelkorn leisten zu können. Wenn es regnet, sind Obdachlose allerdings auf einmal verschwunden, gar vom Erdboden verschluckt. Das macht die Angst vor Erkältungen, denn auch wenn das Gesundheitswesen mit den gesetzlichen Krankenkassen nicht gerade glänzt, ohne festen Wohnsitz und Einkommen und Fusel im Blut ist das noch mal eine traurige, sagen wir lieber andere Geschichte. Der Qualitätssender RTL II berichtet nicht umsonst jeden Winter von betrunkenen Obdachlosen, die ein bequemes Bett in den Schneewehen gesucht haben und anschließend erfroren sind.
Alte Menschen sieht man bei Regen auch selten. Das merkt man in meiner Gegend sehr oft, da zu Zeiten, wo normale Menschen arbeiten, nur alte Menschen auf den Straßen unterwegs sind, will meinen schlurfen und zombiartig mit Rollatoren durch die Fußgängerzone patroullieren. Bei alten Menschen ist dies aber weniger die Angst durchnässt zu werden; immerhin würde eine Lungenentzündung ja einen Arztbesuch legitimieren und sie müssten sich keine fadenscheinigen Ausreden einfallen lassen müssen, nur um noch ein wenig Anschluss an die Gesellschaft zu finden und des Weiteren ist der Regen auch wieder einer der vielen feinen Gründe sich zu beschweren, zu nörgeln und an die gute Kaiserzeit zu denken. Früher war eben alles besser, sogar der Regen.

Nun sind jedenfalls die beiden größten Störenfriede der westlichen Gesellschaft durch den Regen von der Straße verbannt (den geifernden Bibelmann am Anfang der Fußgängerzone lasse ich außen vor. Der stellt alleine keine wirkliche Gruppe und ist auch nur unregelmäßig anzutreffen). Und ich muss sagen "Danke, Regen". Du hast das geschafft, was Horst Köhler nie erreichen konnte. Dafür verleihe ich dir das Eiserne Kreuz.

18.6.10 18:46


Bang the house

In der heutigen Zeit des medialen Mongulismus ist die Vernetzung ein zentrales Thema. Alles geht von überall und zu jeder Zeit. Die andauernd vorhandene Möglichkeit der Informationsaufnahme und der Interaktion mit anderen Individuen trägt so zwar zur Kommunikation bei, bietet aber auch etliche Nachteile. Wer ständig online ist, ist eben auch in der Verpflichtung, sich wie eben dieser zu verhalten. Das bedeutet, rund um die Uhr abrufbereit zu sein und auch noch im Feierabend geschäftliche Emails zu beantworten und Rückrufe zu tätigen.
Durch diese Eingespanntheit passiert das „Ficken“, oftmals auch Geschlechtsverkehr genannt, meist nur noch zwischen Tür und Angel. Bzw. in diesem Fall zwischen Twitter, Facebook und Outlook.
Ich warte gespannt auf den Tag, an dem die App, neudeutsch für Applikation oder auch unnötiger Scheißdreck, der mein Leben lebenswerter gestalten soll, weil meine Hände zu dick sind, als dass ich die Zeitung aufschlage, um mir anzuschauen, wie das Wetter heute werden wird, herauskommt, die Sex waschecht simuliert. Damit kann ich dann egal wo und wann immer Sex mit meinem iPhone ( <3 ) haben. Wahlweise auch einfach irgendwen anrufen lassen, sich das Teil in den Arsch schieben und lustig vibrierend stimulieren lassen.
Dieser Dienst ist aber nur bei einem Smartphone erhältlich.

Jedenfalls führt die vom Menschen herbeigeführte Abhängigkeit zu einem Verfall der Kommunikation als solche und auch zu der demografischen Entwicklung, die alle paar Jahre verstatistikt wieder an die Oberfläche tritt, sofern andere Meldungen wie Ministrantenmissbrauch, irgendeine x-beliebige Tiergrippe oder der Einzug von Lena Meyer-Landrut ins BigBrother-Haus ausbleiben.
Denn durch die Eingebundenheit in die vermeintlich sozialen Medien, verbittet und verbietet sich der Nutzer, oder neudeutsch User, den Zugang zu echten Menschen, die man anfassen und betatschen kann. CamSex und Youporn-wichsen führt eben nicht zu Geburtenraten, es sei denn man befindet sich gerade in irgendeiner Besenkammer des Landes.
Und wenn es dann mal zum Verkehr außerhalb der virtuellen Welt kommt, ist das ja auch noch kein Garant für ein Kind. Mittel wie die Pille und das Kondom setzen diesen kleinen Spaßgesellen leider die Guillotine an den ungeborenen Hals. Zumal Ereignisse wie Bürgerkriege in Afrika und Beichtstuhlspiele die Angst der Menschen schüren, womit diese vermehrt zu derartiger Kindesabwehr greifen.

Doch es kommt noch schlimmer. Selbst ein ungeschützter beziehungsweise befreiter Verkehr führt nicht zwangsläufig zu einer Schwangerschaft. Vorraussetzungen hiefür sind wenn dann zwei HartzIV-Beziehende, mit Eltern aus ähnlich hohem Bildungsniveau, die eine Zigarette an der anderen anzünden und mal ne Stunde alleine auf der Couch verbringen dürfen. Bei diesen Kandidaten klappt das wundersamer Weise wie von selbst und damit erzielen sie denselben Effekt wie der erste Toilettengang nach ein paar Bieren: Sobald es ein Mal läuft, läuft es weiter.

Nun wäre ich aber nicht der Messias des Web2.0, wenn ich nicht hierfür schon längst eine adäquate Lösung wüsste. Das Topstichwort der Stunde heißt in diesem Fall „GANGBANG“. Was von lustigen Gangs und Banden zum Zeitvertreib erfunden wurde, erfreut heutzutage viele Internetnutzer und bietet nur Vorteile.
Ausgangssituation ist eine Frau, die nach und nach reihenweise von verschiedensten Männern bestiegen und begattet, neudeutsch gebangt, wird. Die Vorteile dieser Methode liegen klar auf der Hand: Dadurch das an so einem Event unendlich viele Männer teilnehmen können, hat die Frau, in diesem Fall Gebärmutter, einen um soviel gesteigerten Prozentsatz geschwängert zu werden, der der Anzahl der Männer entspricht. Wahlweise kann eine Frau während eines Gangbangs bis zu 6 Männer bedienen. Weitere Männer sind aus logistischen Gründen nicht möglich. Durch die hohe Anzahl der Männer und damit verbundenen Liter Sperma, steigert sich die Befruchtungswahrscheinlichkeit.
Und während „normaler“ Geschlechtsverkehr zeitraubende Aktivitäten wie Vorspiel, Kochen, Musik lauschen und romantisch tun beinhaltet, geht es beim Gangbang nur darum möglichst üppig abzuspritzen. Von einer Gesichtsbemalung ist in diesem Falle abzuraten. Auch wenn diverse Boulevardmagazine immer wieder anderes behaupten, durch Cumshots in Hals, Ohren und Nase, sowie durchs Küssen, wird man nicht schwanger.

Die Protagonisten, die während des Bangs keine Möglichkeit haben, aktiv teilzunehmen, können in der Zwischenzeit twittern, facebooken oder niesende Pandabären bei youtube suchen.
Somit schließt sich der Kreis.

17.6.10 16:43


Goldene Zeiten brechen an

Ich prophezeie hiermit, dass Kinderarbeit in Zukunft wieder einen Mehrwert erthält. Ich möchte sogar fast noch einen Schritt weitergehen und behaupten, dass Kinderarbeit ein sehr festes und stehendes Standbein der deutschen Industrie werden kann – vielleicht sogar muss.

Wie uns allen aufs Höchste bewusst ist, nimmt die Kapazität der vorhandenen, fossilen Rohstoffe immer weiter ab. Natürlich steigt der Ölpreis nicht nur aus diesem Grund, Ölmultis mit kleinen Penissen zahlen pro Jahr Unsummen an Petrodollar, um ihre Prothesen am Leben zu erhalten. Irgendwie muss der Minderwertigkeitskomplex ja ausgeglichen werden. Mit schnellen und teuren Autos funktioniert es eben nicht. Sonst müssten diese Personengruppen ja nicht ständig neue und mehr Automobile heranschaffen.
Es ist aber nicht abzustreiten, dass der stetige Verbrauch der Rohstoffe zu einer Preiserhöhung führt. Angebot und Nachfrage, man kennt es.
Nun hätte die Forschung alle Zeit der Welt gehabt, ein bisschen intensiver in erneuerbare Energien zu schauen. Windkraft, Wasserkraft, alles keine neuen Geschichten, die noch nie erzählt worden wären. Wobei das mit dem Wasser auch so eine Sache ist. Der Wasserkreislauf ist nicht mehr als geschlossen anzusehen, da viele Amerikaner kostbarstes Wasser in ihren Pools bunkern. Man weiß ja auch nie so genau, wann der Dritte Weltkrieg endlich kommt und dann ist jedes Wasser in jedem Pool nicht nur Gold wert, sondern auch stinknormales silbernes Überleben. Auch Multiprojekte wie zum Beispiel Las Vegas wollen irgendwie versorgt sein und eine Stadt mitten in der Wüste verbraucht eben prozentual mehr Wasser, da soll keiner was gegen sagen, das ist eine Tatsache. Kennt man ja noch aus der Kinderzeit, eine Sandburg bauen frisst eben Wasser wie dicke Kinder fettiges Essen.
Nun hat aber insbesondere die deutsche Forschung im Nest gelegen, wie ein Siebenschläfer im gemachten. Verpennt haben wir die Supertechnologieindustrierevolution. Gerade Deutschland, das von Natur aus eher wenig mit Rohstoffen gesegnet ist, die auch irgendetwas können (Holz ist so ein oberlahmes Ding, damit lockt man niemanden hinterm Ofen vor. Außer man wirft zentnerweise Holz in den Ofen, dass es dahinter höllenheiß wird), hätte da früh auf den Zug aufspringen sollen bzw. den Zug selbst bauen – Stahl war ja immer schon eine typisch deutsche Charaktereigenschaft.

Was bleibt Deutschland nun also, nachdem die ganze Welt schon davongezogen ist? Auf diese zu Recht gestellte Frage gibt es nur eine einzige Antwort, die annähernd richtig sein kann:

KOHLE!

Ja, werter Leser, Sie lesen das hier ganz richtig. Die gute alte Kohle, als Arbeitsmaßnahme verteufeltes Subventionsprodukt, wird die Rettung der deutschen Nation und Wirtschaft werden. Wenn alle Stricke reißen, Erdöl den ganzen Ozean überflutet hat, die Sonne explodiert, der Wind aufhört zu wehen und das Wasser schließlich in allen amerikanischen Pools gefangen ist, dann, ja dann, wird STEINKOHLE unser aller Seelenheil. Unter deutschen Füßen liegt der Rohstoff der Zukunft begraben. Oftmals als archaisch und vorsintflutlich verpropagiert, kann deutsche Kohle was Erdöl nicht mehr kann: Zur Verfügung stehen.

Und genau an dieser Stelle kommt die, von mir hochgepriesene, Kinderarbeit ins Spiel. Oder haben Sie schon mal gehört, dass in die hinteren Stollen ein erwachsener Mann hineinpasst? Nicht umsonst wurden vor langer Zeit Kinder in die Stollen geschickt. Mit ihren kürzeren Körper kommen sie auch noch in die letzten Winkel der Flöze und können hier das neue schwarze Gold erwirtschaften. Dass Kinderarbeit abgeschafft wurde geht ja nur auf die damalige Militärpolitik unter Bismarck zurück, da die Kinder teilweise so deformiert waren, dass sie für den Militärdienst nicht mehr tauglich waren. Da sich China, Amerika, Iran und alle anderen Schurkenstaaten aber bald wegen einem Krieg um Wasser gegenseitig atomisieren werden, haben wir ein stehendes Heer mitnichten nötig, die Schweiz bekommen wir auch noch mit der linken Hand in den Griff.
Und dann werden Kinder wieder wichtiger werden. Der Intellektuelle stellt an dieser Stelle natürlich die Frage, warum man nicht einfach Kleinwüchsige zu Rate ziehen kann. Oder Pygmäen, da hätten wir ja einen ganzen Volksstamm, der perfekt für die Grubengraberei geeignet wäre. Pygmäen müssten sich auch nicht dauernd waschen. Was schwarz ist, kann nicht schwarz werden. Und da kann ich nur sagen: Sie Rassist! Schwarzarbeit, also ich meine Sklaverei ist ja nun schon lange verboten und deshalb MÜSSEN es deutsche Kinder sein. Kleinwüchsige stehen ja auch keine mehr zur Verfügung, da diese durch den Moloch Hollywood gejagt werden und dort Weihnachtselfen oder Hobbits oder Alf spielen müssen.

Das wird natürlich auch das Bildungsministerium freuen. Endlich sind Kinder wieder etwas wert und perspektivlose Jugendliche mit Migrationshintergrund oder Nationalsozialismus im Kopf haben endlich eine stupide Arbeit, bei der sie nicht zum Nachdenken kommen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass es bald soweit ist.

15.5.10 17:36


Myspace und andere Konsorten

Wie es die Titanic letztens schon auf den Punkt gebracht hatte: "Tausende Künstler auf einem Haufen, aber weit und breit niemand, der sich für sie interessiert. MySpace erinnert frappierend an Berlin."

Myspace erscheint mir immer wieder als nette Idee, wie einer der nichts kann, doch noch eine individuelle Homepage zaubern darf. Keinerlei Programmierkenntnis ist von Nöten und sogar ein behindertes Kind könnte sich hier eine Seite zusammenstellen. Toll auch, dass man Musik verlinken kann und diese jeder erstmal hören muss, wenn er eine Seite betritt. Ich kenne kaum jemanden, der wirklich was mit Myspace erreicht oder kann. Die meisten verlinken darauf und teilen die selben Informationen, die bereits bei HuriVZ, Faceschluck oder Konsorten schon stehen. Nur eben in "geilem" Layout und mit Musik. Wow.

Heute in der Stadt wurde mir ganz kurz schlecht und traurig zugleich. Da lief ein junger Mensch in einem Kapuzenpullover durch die Straßen, an sich nichts ungewöhnliches. Doch auf dem Rücken des Pullovers war doch dick der Myspace-Nickname des Trägers aufgedruckt. Wie eine wandelnde Litfasssäule. Mir ist klar, dass jeder Mensch täglich für diverse Firmen wirbt und uns die Industrie als Werbeträger missbraucht. Ob Gucci, Nike oder einfach mit der Alditüte in der Hand, wir werben, werben, werben.
Dieser geschmacklose junge Mensch setzte dem Ganzen für mich dann aber einen Hut auf den Kopf. Wie verzweifelt oder öffentlichkeitsgeil man sein kann, war mir bis zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht in aller Gänze bewusst.

Klar, klar. Die ersten Hanswürste schreien nun schon anprangernd "Du Halodri! Was willst du denn urteilen? Bloggst doch selber und erzählst uns deinen Alltagsmist!".
Und da haben diese Schreienden auch Recht. Allerdings mit dem feinen Unterschied, dass ich mir nicht meinen Namen hier auf den Penis tättoowieren lassen muss, nur damit er Beachtung finden wird. Denn wenn dieser Blog zu wenig Klicks oder Kommentare erhält, dann entweder weil ich eine Nische bediene, meinen Narzissmus pflege oder einfach nur Dinge schreibe, die niemanden interessieren. Da obliegt es doch mir, etwas zu ändern, wenn ich nicht einverstanden bin.
Aber solche eine Zurschaustellung wird dann selbst mir zuviel. Genug schon die T-Shirts und Pullis mit scheinbar lustigen Aufdrucken "Spiel mir am Glied bis zum Tod", "Stalin war auch Mensch" oder "Deine Mutter war so semi". Was wird bald folgen? Schreiben wir nun Datingwünsche auf T-Shirts? Unsere Adressen, weil wir zu dumm sind, uns diese zu merken? Ab jetzt trage ich nurn noch einfarbiges Wollwerk. Da komme ich wenigstens nicht in die Versuchung. Und um Eddings und der gleichen mache ich einen Riesenbogen. Die gibt es ja auch als Textilschreiberlinge.

10.5.10 23:28


Auftakt, Abmarsch!

Liebe Lesende,

Hier wir in Zukunft mein geistiger Erguss auf virtuelles Papier in Binärcodes und Trisomien einfließen, worauf sich alle erfreuen dürfen.
Standesgemäßg nutze ich den ersten Eintrag, um mich und meine Person vorzustellen. Das wird sicherlich nicht en detail erfolgen, Blogs sind da, um sich fantastich vorzustellen, welch wirre Person am anderen Ende des PCs sitz. Deshalb gibt es einen kleinen Umriss, mancher Information bedarf das Lesen nicht.

Meine Name ist Hannes. Nachnamen und Zunamen braucht es nicht. Ich habe keine Lust, dass Mörder oder Perverse vor meiner Haustüre stehen und mich zu Spaziergang ausführen wollen. Es gibt genug Kinderspielplätze auf dieser Welt, wo derartige Gestalten sicherlich nur allzugerne aufgenommen werden.
Ich zähle seit einigen Monaten 24 Jahre. Das finde ich eine enorme Zeit. Fast ein Viertel eines Jahrhunderts habe ich bereits auf meinem Rücken und ich frage mich manchen Tages wo die Zeit und die Erinnerungen geblieben sind. Mit dem Alter verwischt vieles und Dinge gehen ineinander über.
Mein Leben verläuft in geordeten Bahnen, ich habe Eltern, die nicht geschieden sind, keine Geschwister, einen herzallerliebsten Kater, Freunde und oft ein sozial intaktes Leben. Wer zwischen den Zeilen anderes lesen mag, ist dazu eingeladen. Es gibt auch eine Tasse Kaffee dazu.
Mein Lebenswandel sieht einen weiteren Bildungsweg nach Abitur und Hochschulstudium vor. Derzeit überbrücke ich die Zeit zum nächsten Studium, weshalb es hier viel Alltag aus meiner angestammten Heimat geben wird. Dies und das und Dinge, die einem passieren und die man aufschreiben wollte, muss, sollte und die so passiert sind. Ohne Schleier, ganz wahr und ehrlich.

Seid eingeladen an meinem Leben teilzuhaben. Die virtuelle Prostitution kann beginnen.

10.5.10 23:13





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