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Bang the house

In der heutigen Zeit des medialen Mongulismus ist die Vernetzung ein zentrales Thema. Alles geht von überall und zu jeder Zeit. Die andauernd vorhandene Möglichkeit der Informationsaufnahme und der Interaktion mit anderen Individuen trägt so zwar zur Kommunikation bei, bietet aber auch etliche Nachteile. Wer ständig online ist, ist eben auch in der Verpflichtung, sich wie eben dieser zu verhalten. Das bedeutet, rund um die Uhr abrufbereit zu sein und auch noch im Feierabend geschäftliche Emails zu beantworten und Rückrufe zu tätigen.
Durch diese Eingespanntheit passiert das „Ficken“, oftmals auch Geschlechtsverkehr genannt, meist nur noch zwischen Tür und Angel. Bzw. in diesem Fall zwischen Twitter, Facebook und Outlook.
Ich warte gespannt auf den Tag, an dem die App, neudeutsch für Applikation oder auch unnötiger Scheißdreck, der mein Leben lebenswerter gestalten soll, weil meine Hände zu dick sind, als dass ich die Zeitung aufschlage, um mir anzuschauen, wie das Wetter heute werden wird, herauskommt, die Sex waschecht simuliert. Damit kann ich dann egal wo und wann immer Sex mit meinem iPhone ( <3 ) haben. Wahlweise auch einfach irgendwen anrufen lassen, sich das Teil in den Arsch schieben und lustig vibrierend stimulieren lassen.
Dieser Dienst ist aber nur bei einem Smartphone erhältlich.

Jedenfalls führt die vom Menschen herbeigeführte Abhängigkeit zu einem Verfall der Kommunikation als solche und auch zu der demografischen Entwicklung, die alle paar Jahre verstatistikt wieder an die Oberfläche tritt, sofern andere Meldungen wie Ministrantenmissbrauch, irgendeine x-beliebige Tiergrippe oder der Einzug von Lena Meyer-Landrut ins BigBrother-Haus ausbleiben.
Denn durch die Eingebundenheit in die vermeintlich sozialen Medien, verbittet und verbietet sich der Nutzer, oder neudeutsch User, den Zugang zu echten Menschen, die man anfassen und betatschen kann. CamSex und Youporn-wichsen führt eben nicht zu Geburtenraten, es sei denn man befindet sich gerade in irgendeiner Besenkammer des Landes.
Und wenn es dann mal zum Verkehr außerhalb der virtuellen Welt kommt, ist das ja auch noch kein Garant für ein Kind. Mittel wie die Pille und das Kondom setzen diesen kleinen Spaßgesellen leider die Guillotine an den ungeborenen Hals. Zumal Ereignisse wie Bürgerkriege in Afrika und Beichtstuhlspiele die Angst der Menschen schüren, womit diese vermehrt zu derartiger Kindesabwehr greifen.

Doch es kommt noch schlimmer. Selbst ein ungeschützter beziehungsweise befreiter Verkehr führt nicht zwangsläufig zu einer Schwangerschaft. Vorraussetzungen hiefür sind wenn dann zwei HartzIV-Beziehende, mit Eltern aus ähnlich hohem Bildungsniveau, die eine Zigarette an der anderen anzünden und mal ne Stunde alleine auf der Couch verbringen dürfen. Bei diesen Kandidaten klappt das wundersamer Weise wie von selbst und damit erzielen sie denselben Effekt wie der erste Toilettengang nach ein paar Bieren: Sobald es ein Mal läuft, läuft es weiter.

Nun wäre ich aber nicht der Messias des Web2.0, wenn ich nicht hierfür schon längst eine adäquate Lösung wüsste. Das Topstichwort der Stunde heißt in diesem Fall „GANGBANG“. Was von lustigen Gangs und Banden zum Zeitvertreib erfunden wurde, erfreut heutzutage viele Internetnutzer und bietet nur Vorteile.
Ausgangssituation ist eine Frau, die nach und nach reihenweise von verschiedensten Männern bestiegen und begattet, neudeutsch gebangt, wird. Die Vorteile dieser Methode liegen klar auf der Hand: Dadurch das an so einem Event unendlich viele Männer teilnehmen können, hat die Frau, in diesem Fall Gebärmutter, einen um soviel gesteigerten Prozentsatz geschwängert zu werden, der der Anzahl der Männer entspricht. Wahlweise kann eine Frau während eines Gangbangs bis zu 6 Männer bedienen. Weitere Männer sind aus logistischen Gründen nicht möglich. Durch die hohe Anzahl der Männer und damit verbundenen Liter Sperma, steigert sich die Befruchtungswahrscheinlichkeit.
Und während „normaler“ Geschlechtsverkehr zeitraubende Aktivitäten wie Vorspiel, Kochen, Musik lauschen und romantisch tun beinhaltet, geht es beim Gangbang nur darum möglichst üppig abzuspritzen. Von einer Gesichtsbemalung ist in diesem Falle abzuraten. Auch wenn diverse Boulevardmagazine immer wieder anderes behaupten, durch Cumshots in Hals, Ohren und Nase, sowie durchs Küssen, wird man nicht schwanger.

Die Protagonisten, die während des Bangs keine Möglichkeit haben, aktiv teilzunehmen, können in der Zwischenzeit twittern, facebooken oder niesende Pandabären bei youtube suchen.
Somit schließt sich der Kreis.

17.6.10 16:43
 


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